Im Norden des Ostens

Ulrike Dehmlow

>>> geboren 19.3.1987  in der Hansestadt Stralsund

1993 – 97: Grundschule Salvador-Allende in Stralsund
1997 – 06: Goethe-Gymnasium HST

1997- 06: STiC-er Theater e.V. Stralsund (Stückauswahl: Baal, Sommernachtstraum, Merlin,…)
…gearbeitet bei Joye’s Pizza, Alte Brauerei, “Loge-Caf’é” im STiC-er Theater e.V.

Okt 06: Umzug nach Berlin
…gearbeitet bei Subway, im Callcenter

2007 – 08 Praktikum “Komparsenagentur Wanted
Okt 08 – Feb 09: Studium Klassische Archäologie FU Berlin

Momentan: Nebenjob in der Komparsenagentur und seit Sept 09: Job in der “Vaganten Bühne” (Einlass, Tresen, Umbau,…)

Aktueller Plan seit Aug / Sept. 09: Beruf Hebamme

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Ich bin aus Stralsund weggegangen. weil es dort für mich nicht viel zu holen gab nach der Schule. Alle Freunde sind weggezogen, warum sollte ich dann da bleiben? Ich hätte natürlich Wirtschaftsinformatik oder Baltic Management an der FH studieren können, aber das liegt mir nicht so sehr…

7 Jahre vor mir ist meine Schwester nach Berlin gezogen. Meine Freundin Cathleen und ich waren sie oft besuchen und eigentlich war es von da an klar, dass ich eines Tages nach Berlin kommen werde.
Hier ist nun mal alles weniger begrenzt. Das fängt ja schon bei den S- und U-Bahnen an :-)…
Auch beruflich bzw. ausbildungstechnisch kann man alles machen, was man sich überhaupt vorstellen kann.

Man muss sich nur entscheiden.

Das ist allerdings viel schwieriger als ich dachte. Bis ich mein Praktikum in der “Komparsenagentur Wanted” beendet hatte, war alles super. Dann fing ich an “Archäologie” zu studieren. Als ich nach einem Semester gemerkt habe, dass das nichts für mich ist, wurde es allmählich schwerer.
Ich hatte zwischendurch tatsächlich einige Probleme damit, mich für etwas Neues zu entscheiden oder herauszufinden, was ich in meinem Leben machen will.

Aber so langsam wird alles wieder. Ich arbeite ein paar Mal die Woche im Büro der “Agentur” und abends bin ich meistens bei meinem neuen Job im Theater (Vagantenbühne Berlin) beschäftigt. Das macht viel Spaß, ich verdiene etwas Geld und vor allem habe ich aufgehört, den ganzen Tag alleine zu Hause darüber nachzudenken, dass ich nicht weiß, was ich mit mir anfangen soll.

Man darf nicht vergessen, sich wieder aufzuraffen, wenn eine Sache im Leben endet und es noch keine Aussicht auf eine neue gibt.

Ich bin mal gespannt, wie das mit meinem neuen Plan, Hebamme zu werden, wird…Für ein Praktikum kann ich mich erst ab Januar 2010 bewerben und für die Ausbildung ab Mai 2010.

Und genau das bedeutet für mich Glück: Das machen zu können , was man sich wünscht ohne am Hungertuch nagen zu müssen. Dass man eine Arbeit findet, die einen ausfüllt und die Sinn macht für einen selbst. Dass man ein paar gute Freunde in Reichweite hat und dass man – wenn man will – trotzdem immer wieder nach Hause kommen kann.

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