Im Norden des Ostens

Stimmen aus M-V

Einer der letzten Fischer – von Antje Fleischhauer

Einer der letzten Fischer

Auf dem Fischland gibt es noch 10 aktive Fischer. Von Jahr zu Jahr werden es in ganz Mecklenburg-Vorpommern weniger. Einige von ihnen haben sich zusätzliche Verdienstmöglichkeiten gesucht. Zu ihnen gehört Fischer Fritz Krull.

Die Fischländer haben sich längst an die vielen Touristen gewöhnt, die jahraus-jahrein die Halbinsel Darß/Fischland an der Ostsee überschwemmen. Sogar im Winter, zu Weihnachten und Silvester, wenn das Eis im Bodden gefroren ist und ein schmerzhaft kalter Wind auf der Westseite über den Strand fegt, sind die unzähligen Ferienwohnungen und Ferienhäuser belegt.

Auch bei Fischer Fritz kann man wohnen. Das imposante Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert ist noch den ganzen September hindurch und bis in den Oktober hinein ausgebucht. Keine Chance in eine der 7 Wohnungen zu kommen, um sich in Zimmer Aal, Zander, Dorsch oder Knurrhahn fischmännisch inspirieren zu lassen. Aber zu einem Gespräch ist Fischer Fritz, alias Fritz Krull, gern bereit. Gegen 8.30 Uhr betrete ich das Grundstück. Der Garten ist spätsommerlich gefärbt. Rote Äpfel und bunte Weinblätter leuchten mir entgegen. Die letzten Sommersonnenstrahlen sorgen für ein finales Fest der Natur. Fischer Fritz steht auf dem Hof und sieht mir entgegen. Er legt Wert auf Pünktlichkeit, das merkt man ihm an. Zufrieden nickt er mir zu. Sein dunkelblaues Fischerhemd mit den weißen Streifen steht ihm gut und es passt zugegebenermaßen zu meiner Vorstellung von einem Fischer. Ansonsten wirkt er nicht alt, Mitte 50 vielleicht, das gelbe Basecap auf dem Kopf und die lebendigen Augen darunter machen ihn jung. Er ist 62. Die Fischerei scheint ihm gut getan zu haben.

Wir gehen am Haus vorbei an den kleinen Hafen am Bodden, den er sich mit einem Nachbarfischer teilt. Der Weg ist gesäumt von Aalreusen, die zum Trocknen aushängen. Aneinander gereiht ergeben sie eine imposante Länge von etwa 200 Metern. Mit dem großen Holzsegler, der im Hafen liegt, hat Fritz Krull zwei Tage zuvor noch an der Zeesboot-Regatta teilgenommen. Ob er rotbraune Segel hat? „Nein.“ Und das geht auch? „Ja.“ Zum Fischen nimmt er den weißen Plastik-Kutter von 5,60 m Länge mit 10-Ps-Motor. „Das Boot fängt schnell Wasser“, erzählt er, „besonders wenn es stürmt“. Darum fährt er im Winter nur bei ruhiger See hinaus. Was macht er, wenn das Eis gefroren ist? „Klapper-Fischen“, sagt er. Eine alte Fischertechnik, die gegen Kriegsende mit den Flüchtlingen aus Ostpreußen hierher kam. Die Einheimischen schlichen den Fremden heimlich nach und schauten ihnen die Technik ab. Sie praktizieren sie bis heute auf dem Fischland. Dabei schlägt man mit einer Axt ein etwa Tisch-großes eckiges Loch in das Eis und schiebt vier 20m-lange Stangen mit daran befestigten Netzen darunter. Ein langes Holzbrett wird über das Loch gelegt und mit einem Holzhammer darauf geschlagen. „Klappern“ nennen sie es. Ob die Fische aufgescheucht oder angelockt werden? „Aufgescheucht!“ Fischer Krull lacht. „Sonst könnte man den ganzen Tag an einem Loch sitzen.“ Ganz so einfach ist es nicht: „Hat man Fische getroffen, macht man alle 100 m ein Loch.“

Die Leidenschaft fürs Fischen ist ihm an diesem Morgen anzumerken. Er will sehen, was in den Netzen ist. Routiniert packt er seine blaue Fischkiste ins Boot, zieht seine orangefarbene Fischerhose an und legt ab. Um 11 Uhr will er zurück sein. Er wird die Stellnetze abfahren, die dort draußen liegen und Netz für Netz nachschauen, was er gefangen hat. Am liebsten ist ihm Boddenzander, Hering gibt’s nur im Greifswalder Bodden, wo er nicht mehr so oft hinfährt. Früher, ja früher oft. Aal? „Gibt’s immer weniger“, klagt er. Für den Zander nimmt er stehende Netze, die Fische bleiben mit den Kiemen in den Maschen hängen. Kiemennetze heißen sie deshalb. Kein schöner Anblick, aber so ist die Fischerei eben, ein harter Beruf. Besonders im Winter, wenn es kalt und ungemütlich wird auf See. Aber Fischer Fritz winkt nur ab, als ich ihn darauf anspreche und erzählt lieber von den Kormoranen, die zur ernsthaften Konkurrenz werden. „Die Kormorane fischen viel weg“, sagt er. „Die sitzen auf den Netzen und holen sich einen Fisch nach dem anderen“. Was man dagegen tun kann? „Nichts, jagen darf man sie ja nicht.“ Der Kormoran wurde gerade vom Naturschutzbund Deutschland und dem Landesbund für Vogelschutz Bayern gerade zum „Vogel des Jahres“ gewählt. Und dies obwohl sich die Kormoran-Bestände in Europa in den letzten 25 Jahren auf geschätzte 1,8 Millionen Tiere verzwanzigfacht haben.

Um 11 Uhr ist Fritz Krull von den Stellnetzen zurück. Wir sitzen bei einer Tasse Café auf der Terrasse seines Hauses. Der Blick schweift über den Garten. Schön ist es hier, richtig paradiesisch. Seine Schwester aus dem Nachbarhaus kommt vorbei. Sie will Fisch für die Besucher kochen. Ja, er hat genug, sagt er. Er bringt ihn später vorbei. Der Fang war erfolgreich. Wie er denn zur Fischerei gekommen ist, frage ich ihn? „Naja. Das ist eigentlich ein Bauernhof hier“, sagt er. „Aber Bauer wollte ich nicht werden, weil mein Vater dabei tödlich verunglückt ist. Zu DDR-Zeiten war aber für den Sohn eines Bauern nur die Ausbildung in der Landwirtschaft vorgesehen. Also musste ich mir etwas anderes überlegen.“ Er ging er nach Johnsdorf bei Zittau und begann eine Lehre als Maschinenbauer. Dort wussten sie nichts von seinem Vater und der Landwirtschaft und stellten ihn ein. Doch das Meer ließ ihn nicht los. Nach seiner Ausbildung heuerte er als Matrose auf einem Übersee-Tanker an und fuhr von Rostock in den Iran und zum Suez-Kanal. 1981 wurde in der FPG „Fischland“, der regionalen Fischereigenossenschaft, der Platz eines Fischers frei. „Da habe ich Glück gehabt“. Nur weil jemand wegen Krankheit ausschied, konnte Fritz Krull nachrücken. Die Fischereiplätze waren begehrt. Er hat nicht lange überlegt.

Er liebt seinen Beruf bis heute, wie so viele hier im Norden. Die Fangquotenregelungen der EU setzen auch ihm zu, aber mehr noch treffen sie die großen Kutterfischer in Freest, Wieck oder Saßnitz. Ende September 2009 kamen 30 von ihnen aus Schleswig-Holstein, MV und Dänemark nach Saßnitz, um zu protestieren. „Seit 2007 wurde die Heringsquote in mehreren Schritten um absolut 56 % gekürzt“, sagt Norbert Kahlfuß, Vorsitzender des Verbandes der Kutter- und Küstenfischer MV. „Diese Regelung ist verheerend.“ Die Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern ist stark gefährdet. Eine jahrhundertealte Tradition droht dem Land verloren zu gehen. Schon jetzt müssen sich die Fischer nach Alternativen umschauen: Kutterfahrten, Räuchereien und die Vermietung von Ferienwohnungen sollen in Zukunft die Einnahmen sichern. Die Fischerei wird allmählich zur Nebensache. Dabei wollen die meisten von ihnen nichts mehr, als mit Fischfang ihr Geld zu verdienen. „Eine weitere Kürzung (der Heringsfänge) bedeutet das Ende vieler Fischereibetriebe und der Küstenfischerei“, sagt Lorenz Marquardt vom Landesfischereiverband S-H. Der Hering wird immer mehr zum Politikum. Die Fischer sprechen von einer rekordverdächtigen Bestandsdichte in diesem Jahr. Die Wissenschafter des ICES, Berater der EU-Kommision in Fragen der Fangquotenregelungen, dagegen sehen die Heringsbestände noch nicht als erholt an. Vielleicht würde es tatsächlich helfen, wie Werner Kuhn, Mitglied des Europäischen Parlaments vorschlägt, wenn die Wissenschaftler mit den Ostseefischern hinausführen, um die Fischbestände in der Praxis zu erleben. Die Fischer in MV fordern dies seit Jahren. Bisher ist noch niemand darauf eingegangen.

Fritz Krull kennt die Probleme anderer Fischer in der Umgebung. Er selbst hat Glück gehabt, er hat sein Haus auf dem Fischland. Um ausreichend Gäste muss er sich keine Sorgen machen. Seine Tochter kümmert sich um die Vermietung. Für ihn bleibt genug Zeit, um fischen zu gehen. Nun trinkt er seinen Kaffee aus und verabschiedet sich. Er hat die Zeit aus den Augen verloren. Das Mittagessen muss gekocht werden. Fisch? „Ja, warum nicht?“

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http://www.antjefleischhauer.de/

Kunstgeschichte-Portal


Bilder aus Mecklenburg Vorpommern

M-V TUT GUT!

M-Vs Zugvoegel

Marko Jovanovice – MUSIKER (Mundharmonika & Bass)

WER IST MARKO JOVANOVIC?

Andere Kinder und Jugendliche quälen ihre Eltern mit quietschenden Blockflöten- und Geigentönen, oder schrägem Geklimper auf verstimmten Klavieren. Die dazugehörigen Instrumente landen dann oft alsbald in der Zimmerecke, um dort zu verstauben. Anders war das bei Marko Jovanovic, 1978 mit serbischen Wurzeln in München geboren: Es ist ein Onkel, der Markos musikalischen Weg ganz entscheidend beeinflusst, der schenkt nämlich seinem damals 13jährigen Neffen ausgerechnet eine Mundharmonika. Und trifft ins Schwarze – sofort fasziniert von einem der kleinsten und im wahrsten Sinne des Wortes handlichsten Instrumente, stürzt sich Marko in das Begreifen, Erkunden und Ausprobieren.

Dem Onkel sei nachträglich zu danken: Er hat ein echtes Talent entdeckt. Mit 15 steht Marko Jovanovic zum ersten Mal auf der Bühne, Berufsfragen braucht sich der hochmusikalische Mundharmonika-Meister ab dato nicht mehr zu stellen: Nach der Schule schlägt er den Weg des Profi-Musikers ein, ausgerüstet mit seinen Kenntnissen der Musik, seiner Live-Erfahrung, seinem Ehrgeiz und, viel wichtiger als all das: Mit seinem unglaublichen Gespür für Musik, für Stimmungen und für den Facettenreichtum der Mundharmonika.

Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern wie der „Hot Nuts Bluesband“, den „Jim Rockford Funk Invaders“ und „Cypress Grove“ erspielt er sich bald einen Namen in der süddeutschen Bluesszene. Im Jahr 1998 spielt er mit „Lousiana Red“ eine kleine Tour. Nach längeren Reisen durch Westafrika, Spanien und Serbien entschließt sich Marko 1999 nach Berlin zu ziehen. Beim Dresdner Bluesfestival 2001 gewinnt er gemeinsam mit seinem langjährigen musikalischen Partner „Peter Crow C“ den Publikumspreis. Dort lernt er auch die Band „Lars Vegas & The Love Gloves“ kennen, in der er noch im gleichen Jahr als festes Mitglied aufgenommen wird. Außerdem prägen ihn die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Symphonie Orchester und  der Jazzband „Jessica Gall und Bene Aperdannier“. Für die Kategorie Jazz wurde er am World Harmonica Festival 2005 als Jurymitglied eingeladen.

Der in Kreuzberg lebende Mundharmonika Spieler Marko Jovanovic berührt und verführt zugleich, überzeugt durch Präsenz und Zurückhaltung. Beides wirkt niemals aufgesetzt, sondern zutiefst geprägt von größtem Verständnis für die Musik, die mal nach perlenden Melodien verlangt, zartem Hauchen, kräftigem Druck: Marko Jovanovics Mundharmonika-Spiel vereint all das – und manch einer reibt sich verwundert und beglückt die Augen: So also klingt eine Mundharmonika?

http://www.myspace.com/mjharmonica

Zur Zeit spielt Marko verstärkt mit BLUESRUDY…

BLUESRUDY kommt aus der Lutherstadt Wittenberg, sein Mississippi heißt Elbe.

Aufgewachsen in einer großen Familie, musste man am Tisch flink mit der Kelle sein, um satt zu werden. Um schön laut klappern zu können, lernte RUDY zunächst Schlagzeug, später Schlaggitarre, die dann auch sein Markenzeichen werden sollte. Neben dem Künstlernamen hat er von seinem Vater das Talent zum Trommeln geerbt. Von seiner Mutter hat er das Talent zur Unterhaltung. Einprägsam wie die Thesen Luthers formt RUDY alte Bluesklassiker und veredelt sie mit seinem eigenen Charme.

Wer das erste Mal einen Auftritt von „Bluesrudy & Marko Jovanovic“ erlebt, stellt bald fest wie packend und mitreissend die Spielfreude der beiden Musiker ist. Da beide Multiinstrumetalisten sind, entsteht trotz der kompakten Besetzung der Eindruck einer ganzen Band. Die tiefe seelenberührende Stimme und das gleichzeitige Gitarren und Bassdrumspiel von Bluesrudy, sowie das beseelte ausdrucksstarke Mundharmonika- und Kontrabass-Spiel von Marko Jovanovic prägen den unverkennbaren Klang des Duos.

http://www.bluesrudy.de/

Ryan Donohue – MUSIKER (Gesang, Gitarre & Bass)

Ryan Donohue (dobro, vocals, acoustic bass, backing vocals) stammt aus New Jersey und lebte später New Orleans. In der USA trat er regelmäßig im House of Blues auf und teilte die Bühne schon mit Musikgrößen wie Bo Diddley, the Neville Brother, Huey Lewis & The News, Irma Thomas, David Allen Coe, Coco Robicheaux und Kim Carson. Seit einigen Jahren ist Ryan auch in Deutschland nicht aus der Club- und Straßenmusikszene wegzudenken. Heute lebt er in Berlin und scheint dort vorerst sesshaft zu werden…

Er beherrscht die verschiedensten Bluesguitarstile, sei es das Ragtime picking von Blind Blade, der Delta slide stil von Fred McDowell, oder den Country blues stil von Brownie Mc Ghee.

>>> Jetzt spielt er, wenn er nicht mit Marko jammed, vorwiegend mit den Crazy Hambones.

Gegründet wurden die Crazy Hambones von Micha Maass und Peter Crow. C. Später stieß Paul Orta hinzu. 2004 nahmen sie gemeinsam ihr erstes Album “Cool Step” auf, welches in der Fachwelt hochgelobt wurde. Paul Orta musste die Band bereits 2005 aus gesundheitlichen Gründen wieder verlassen. Für ihn stieg Henry Heggen ein.

Die Band ist minimalistisch besetzt und von Muddy Waters, Walter Horton, Little Walter und Dr. Ross beeinflusst. Der Name Crazy Hambones bedeutet “Verrücktes Schenkelklopfen”. Das spielten früher die Schuhputzerkinder, um ihre Kundschaft zu unterhalten.

Die Hambones über sich: “Blues ist wie Lachen und Weinen, dicht an der Seele, beides kann man nicht imitieren, um echt zu sein, deshalb bleibt es für uns ein Abenteuer”.

Diskografie

  • 2004 Cool Step
  • 2007 Blowin the family jewels

>>> aktuell erscheint gerade eine neue Scheibe, welche ihr sicher über die Bandpage www.crazyhambones.de bekommen könnt… <<<

Auszeichnungen

  • Mai 2004 zweiter Preis der Deutschen Schallplattenkritik
  • Mai 2004 Album des Monats im Bayrischen Rundfunk
  • August 2004 in Texas bei KNON Platz 3 der Top 25 Blues Alben
  • August 2004 Platz 6 der Blues Charts in Dallas Texas erreicht
  • November 2004 Australien Living Blues Monthly Platz 2 bei Top 25 JuzBlooz, Warrnambo
  • Bestes Deutsches Bluesalbum 2004 von BluesNews blues poll gewählt
  • 1. Platz beim 9. Jazz & Blues Award Berlin 2009

>>> Hier könnt ihr einen spontan aufgenommenen Vorgeschmack von Markos und Ryans Bluesstyle bekommen. An so manch lauen Sommerabenden finden auf der Regenbogencamp-Bühne” (Rügen / Göhren) Jamsessions statt

>>>…Die zwei einfachen Filmchen zeigen zwei neue Songs der Beiden, in Begleitung von BLUESRUDI am Schlagzeug sowie anderen Musiker-Kollegen aus dem Camp. Viel Spass!…

Download Film 1

Download Film 2

>>> weitere Videos folgen… :)

Marcel Kutz – freier Graffiti-Künstler in Stralsund

Marcel Kutz ist in der Hansestadt Stralsund geboren und aufgewachsen.

Schon in jungen Jahren zeichnete Marcel mit Begeisterung in seiner Freizeit Bilder. 1995 fing er schließlich an, die Technik mit der Sprühdose zu erlernen. Zunächst reizte ihn die Kunst  Buchstaben zu entwickeln und bald begann Marcel auch Figuren zu sprühen. Diese Character wirkten dann immer lebendiger und realistischer. Hinzu kam dann seine Leidenschaft für Naturdarstellungen z.b. von Landschaften, Tieren und Pflanzen. Diese Elemente tauchen bis heute immer wieder in den Bildern des jungen Graffiti-Künstlers auf.

2004 begann Marcel  eine Ausbildung zum Mediendesigner. Diese schloss er 2007 erfolgreich ab. Kurze Zeit später machte er sich als Auftrags-Sprüher selbstständig.

Heute verbindet der gelernte Mediendesigner sein Wissen und Fähigkeiten kreativ mit den Techniken der Graffitikunst.

Seit ca. 3 Jahren verdient er mehr und mehr erfolgreich sein Geld mit seinen Graffiti- und Kunstaufträgen in Stralsund / M-V und hat sich fest vorgenommen auch weiterhin seinem Bundesland M-V treu zu bleiben.

Obwohl sein Herz für Mediendesign und vor allem Graffiti schlägt und er schon des Öfteren über Großstädte wie Berlin nachgedacht hat, liebt er das Leben in Stralsund. Momentan kann er sich aufgrund seiner Verbundenheit nicht vorstellen der Ostseestadt den Rücken zu zukehren.

Drücken wir Ihm die Daumen, dass er auch in Zukunft die Möglichkeit hat M-Vs Wände bunt zu machen!

www.fast-designs.de

>>> Videos folgen… :)

Ulrike Dehmlow

>>> geboren 19.3.1987  in der Hansestadt Stralsund

1993 – 97: Grundschule Salvador-Allende in Stralsund
1997 – 06: Goethe-Gymnasium HST

1997- 06: STiC-er Theater e.V. Stralsund (Stückauswahl: Baal, Sommernachtstraum, Merlin,…)
…gearbeitet bei Joye’s Pizza, Alte Brauerei, “Loge-Caf’é” im STiC-er Theater e.V.

Okt 06: Umzug nach Berlin
…gearbeitet bei Subway, im Callcenter

2007 – 08 Praktikum “Komparsenagentur Wanted
Okt 08 – Feb 09: Studium Klassische Archäologie FU Berlin

Momentan: Nebenjob in der Komparsenagentur und seit Sept 09: Job in der “Vaganten Bühne” (Einlass, Tresen, Umbau,…)

Aktueller Plan seit Aug / Sept. 09: Beruf Hebamme

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Ich bin aus Stralsund weggegangen. weil es dort für mich nicht viel zu holen gab nach der Schule. Alle Freunde sind weggezogen, warum sollte ich dann da bleiben? Ich hätte natürlich Wirtschaftsinformatik oder Baltic Management an der FH studieren können, aber das liegt mir nicht so sehr…

7 Jahre vor mir ist meine Schwester nach Berlin gezogen. Meine Freundin Cathleen und ich waren sie oft besuchen und eigentlich war es von da an klar, dass ich eines Tages nach Berlin kommen werde.
Hier ist nun mal alles weniger begrenzt. Das fängt ja schon bei den S- und U-Bahnen an :-)…
Auch beruflich bzw. ausbildungstechnisch kann man alles machen, was man sich überhaupt vorstellen kann.

Man muss sich nur entscheiden.

Das ist allerdings viel schwieriger als ich dachte. Bis ich mein Praktikum in der “Komparsenagentur Wanted” beendet hatte, war alles super. Dann fing ich an “Archäologie” zu studieren. Als ich nach einem Semester gemerkt habe, dass das nichts für mich ist, wurde es allmählich schwerer.
Ich hatte zwischendurch tatsächlich einige Probleme damit, mich für etwas Neues zu entscheiden oder herauszufinden, was ich in meinem Leben machen will.

Aber so langsam wird alles wieder. Ich arbeite ein paar Mal die Woche im Büro der “Agentur” und abends bin ich meistens bei meinem neuen Job im Theater (Vagantenbühne Berlin) beschäftigt. Das macht viel Spaß, ich verdiene etwas Geld und vor allem habe ich aufgehört, den ganzen Tag alleine zu Hause darüber nachzudenken, dass ich nicht weiß, was ich mit mir anfangen soll.

Man darf nicht vergessen, sich wieder aufzuraffen, wenn eine Sache im Leben endet und es noch keine Aussicht auf eine neue gibt.

Ich bin mal gespannt, wie das mit meinem neuen Plan, Hebamme zu werden, wird…Für ein Praktikum kann ich mich erst ab Januar 2010 bewerben und für die Ausbildung ab Mai 2010.

Und genau das bedeutet für mich Glück: Das machen zu können , was man sich wünscht ohne am Hungertuch nagen zu müssen. Dass man eine Arbeit findet, die einen ausfüllt und die Sinn macht für einen selbst. Dass man ein paar gute Freunde in Reichweite hat und dass man – wenn man will – trotzdem immer wieder nach Hause kommen kann.

Manja

  • aus Neubrandenburg
  • hat einen kleinen Sohn
  • studierte an der FH Stralsund BWL  > Bereich: Steuer & Controlling
  • arbeitet heute für die BFA Neubrandenburg (im Personalbereich)
  • pendelt jeden Tag zwischen ihrem Wohnort Stralsund und ihrer Arbeitsstelle (der BFA) in Neubrandenburg
  • “…möchte in M-V nicht eine der letzten sein – wenn hier das Licht ausgemacht wird…”
  • ist noch sehr optimistisch – wenn auch klar realistisch
  • ist interessiert an der Entwicklung von positiven Perspektiven und Anreizen in M-V
  • …beschäftigt sich intensiv  mit der Arbeitssituation in M-V > alleine schon durch ihre Arbeit
  • …würde sich da gerne mehr engagieren… hält sich auf dem Laufenden


Manjas Vorstellung

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Manja > vom  Studium in den Berufsalltag — Arbeiten & Leben in M-V

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Manja – Nach der Ausbildung oder dem Studium – Was kommt dann? (1)

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Manja – Nach der Ausbildung oder dem Studium – Was kommt dann? (2)

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Manja – Arbeitssituation in M-V (1)

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Manja – Arbeitssituation in M-V (2)

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Manja – Arbeitssituation in M-V (3)

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Manja – Zukunftsprognosen M-V

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Manja – Zukunftsbrachen M-V > Bsp. Erneuerbare Energien

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Manja – weitere Verdienst-/ Erwerbs-Branchen M-V

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Manja & Ramona über schwere Zeiten – M-V

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Manja & Ramona – Was muesste sich aendern?

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Manjas Wuensche

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Manjas Traeume

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Manja und das Glueck

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>>> weitere Videos folgen!… :)

Ramona Krummheuer

geboren 20.12.1977 in der Hansestadt Stralsund

1984 – 92: Marie-Curie Realschule, in Stralsund

1992 – 96: Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium (Abitur), in Stralsund

…Sprachreise nach England (in Torquay)

1996- 99: abgeschlossene Ausbildung zur Werbe- und Medienvorlagenherstellerin (im Fachbereich Gestaltung), bei der Firma Repro-Service Stralsund

…Nebenjob im Dynamic Fitnesscenter (Barbereich + Fitnesstrainerin) Stralsund

2000: Fortbildung zum Berater E-Commerce und Internetanwendungen bei der DEKRA-Akademie Stralsund

2000-04: Studium – Bereich Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Stralsund

Akademischer Grad: Diplom (FH)

…Mitarbeit am Projekt „Virtuelle Fachhochschule Stralsund“

2001: Sprachreise nach Südafrika (Kapstadt)

2002 – 03 Praktikums-Semester bei der Lufthansa Technik AG (in Frankfurt/ Main)

2004 – 05: Diplomarbeit und studentische Hilfskraft bei der Ostseestahl GmbH, in Stralsund

2005: Sprachreise nach Irland (in Galway)

>>> …Umzug nach Berlin

2005 – 06: Postgraduiertes Praktikum bei Daimler/Chrysler Financial Services, in Berlin im Bereich IT-Projektmanagement/Software Consulting (Bereich Personalmanagementsysteme, Assistenz der Projektleitung, Management von Teilprojekten im Bereich Softwareentwicklung, Kundenberatung und Softwaresupport), in Berlin

2006 – 08: Training im  Bereich IT-Requirement/Projektmanagement, 1 Jahr später IT-Projektmanagementerin (Kundenbetreuung und Beratung, Anforderungsanalyse und Durchführung von einzelnen Projekten, die Koordinierung von Teilprojekten, Erstellung von Spezifikationen (CMS, UMS) und Angeboten) bei der bsmo GmbH, in Berlin

11.2008-09: Sprachkurs „Englisch für den Beruf“ bei Berlitz in Berlin

>>> …im April: Umzug zurück nach Stralsund

Momentan: Systemtesterin im Bereich Broadband Access, Research & Development  (xDSL Technologien) bei der Nokia Siemens Networks GmbH & Co. KG, in Greifswald (Testspezifikation, Integrations- und Systemtests, Dokumentation von Fehlverhalten, eigenständige Koordinierung von Fehlerkorrekturen und deren Nachtest, Vorbereitung und Durchführung von Kunden-Abnahmetests)

Aktueller Plan seit Oktober 09: weitere Bewerbung im Raum Mecklenburg-Vorpommern

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Ich hatte eine wundervolle Kindheit/Schul-/Ausbildungszeit in Stralsund. Nach dem Studium bin ich, beruflich bedingt, nach Berlin gezogen um praktische Berufserfahrungen für mich zu sammeln. Leider gab es ja kaum berufliche Perspektiven im MV für den Bereich IT. Familie, Freund und Freunde habe ich in Stralsund damals zurückgelassen. Es folgte ein schwerer Einstieg in das Berufsleben (aber auch sehr interessant und vielseitig), ohne Familie+Freunde, auf einmal keine Zeit mehr für Freizeit/Sport

-> das 1. harte Jahr in der Großstadt.

Durch neue Freunde, die meisten alles Mecklenburger (unter ihnen auch viele Stralsunder), ist das Leben in Berlin langsam angenehmer und ein wenig heimischer geworden. Trotz aller Möglichkeiten die Einem in der Stadt vor den Füssen lagen, habe ich die meisten Wochenenden in meine Heimatstadt Stralsund verbracht. Die Ostsee, die Familie und Freunde… was will man mehr…

Meine Gedanken: “Daheim ist man ja auch dort, wo man verstanden wird“. Es war mir von Anfang an bewusst, dass ich in Berlin nicht alt werden möchte.

Nach einiger Zeit ist mir dann klar geworden, das allein der Beruf Einen nicht wirklich glücklich machen kann. Es ist ein Zusammenspiel von vielen kleinen Dingen, die Glücklichsein ausmachen. Daher fasste ich in der Silvesternacht 2008 am Stralsunder Hafen, vor dem Lotsenhaus, die Entscheidung, nach 4 ½ Jahren in der Großstadt, wieder in meine geliebte Stadt „Straaahhhlllsssund“ zurückzukehren.

Ein harter Weg mit beruflichen Einschränkungen… das war es mir aber Wert.

Mein Lebensmotto lautet immer: Wo ein Wille ist, ist auch immer ein Weg.

gemacht, getan…

Ich arbeite aktuell nun in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, bin sportlich aktiv im Ruderclub Stralsund und freue mich auf neue berufliche Herausforderungen.

Der Weg hat sich jetzt schon gelohnt: ein wundervoller Sommer, neue interessante Pommeranzen, mein erster erfolgreicher Rügenbrücken-Halbmarathon und vor allem eine schöne Weihnachtszeit mit Familie und guten Freunden…

Ramonas Vorstellung

Ramona erinnert sich an ihr Arbeitsleben in der Großstadt Berlin

Ramonas Entscheidung zur Rueckkehr nach Stralsund / M-V

Ramona der Job – der Traumjob? Verdienst?

Ramona über den Unterschied zwischen der Großstadt Berlin und der Kleinstadt Stralsund in M-V

Ramona Sicht auf das “Schöne” an Stralsund und ihrer Heimat M-V

Ramona über die erneute Nähe zu ihrer Familie und ihren Freunden

Ramona und der Sport in Stralsund / M-V

Ramona und das Glück

Ramonas Träume


>>> …weitere Videos folgen!… :)

Schöne Bilder – Hansestadt Stralsund

>>> fotografiert von Holger Seidel

www.stralsund.de